Autoimmunerkrankungen mit Hilfe von Omega-3 vorbeugen und lindern

Artikelzusammenfassung von Dr. med. Volker Schmiedel

NORSAN Autoimmunkrankheiten lindern und vorbeugen mit Omega-3

Im Autoimmunportal erschien vor kurzem der Artikel „Kann man Autoimmunkrankheiten mit Fischen „davonschwimmen“? (Omega-6/3)“. In diesem Artikel erläutert Dr. med. Volker Schmiedel, weshalb unsere heutige Ernährung die Entstehung von Autoimmunkrankheiten begünstigt und wie damit in Verbindung stehende Beschwerden durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren gelindert werden können. Wir haben den Inhalt des Artikels für Sie nachfolgend zusammengefasst.

Den Original-Artikel inklusive interessanter Fallbeispiele zum Thema Rheuma, Neurodermitis, Multiple Sklerose, Psoriasis (Schuppenflechte) sowie Colitis/Morbus Crohn finden Sie hier.

Seit zwei bis drei Generationen erkranken immer mehr Menschen an Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Multiple Sklerose, Asthma oder Neurodermitis. Ursache für all diese Krankheiten ist eine Überreaktion des Immunsystems, welches irrtümlicherweise nicht nur feindliche Viren und Bakterien angreift, sondern auch die Gelenke, Haut und weitere Organe. Dies lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Ernährung im Allgemeinen, aber vor allem auch auf den weitverbreiteten Mangel an Omega-3-Fettsäuren zurückführen.

Die Ernährung unserer Vorfahren

Unsere Vorfahren aus der Steinzeit haben vorrangig Früchte, Gräser, Kräuter und Fisch verzehrt. Fleisch stand hingegen nur selten auf dem Speiseplan. Zu dieser Zeit enthielt Fleisch mehr Omega-3-Fettsäuren als das heutige Fleisch aus Massentierhaltung, welches aufgrund des hohen Anteils an Soja-Schrot im verwendeten Viehfutter inzwischen deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren enthält.

Aufgrund dieser Ernährungsweise wiesen die Körper unserer Vorfahren ein Omega-6/3-Verhältnis von etwa 1:1 auf. Diese reichliche Versorgung mit Omega-3 bot eine ausgezeichnete Grundlage für die Entwicklung des Gehirns und trug somit wohl maßgeblich zur Entstehung des Homo sapiens bei.

Das optimale Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3

Ein hoher Anteil an Omega-6-Fettsäuren in der Nahrung setzt Entzündungsreaktionen im Körper in Gang und ist somit für die Entstehung vieler Autoimmunerkrankungen verantwortlich. Omega-3 wirkt hingegen entzündungshemmend. Daher ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 von hoher Bedeutung für die Gesundheit.

Zu Zwecken der Prävention bestimmter Autoimmunerkrankungen ist ein Omega-6/3-Verhältnis von 5:1 oder noch besser von 3:1 empfehlenswert. Liegt bereits eine Krankheit vor, welche geheilt oder gelindert werden soll, sollte das Verhältnis unter 2,5:1 liegen. Erst ab diesem Wert können Entzündungen vermieden und Autoimmunerkrankungen wie Rheuma verhindert oder gelindert werden.

Belege für die Wirksamkeit von Omega-3

Im Rahmen diverser Studien zu der Anwendung von Omega-3-Fettsäuren bei rheumatischen Erkrankungen konnte bisher folgendes bewiesen werden:

  • Rheumatischen Erkrankungen kann durch eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 vorgebeugt werden. Bereits 1-3 Portionen Fisch pro Woche reichen aus, um das Risiko, an Rheuma zu erkranken, um 20-24 % zu senken.
  • Die Symptomatik verbessert sich durch eine hohe Omega-3-Zufuhr. Eine tägliche Einnahme von mehr als 3 g Omega-3 über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten verringert die typischen Symptome wie Steifigkeit am Morgen, Gelenkschwellungen und Funktionsstörungen der Gelenke.
  • Mit Hilfe von Omega-3 können konventionelle Medikamente eingespart und daher deren Nebenwirkungen minimiert werden.

Die richtige Dosierung von Omega-3 und eine hinreichende Dauer der Anwendung sind Voraussetzung für den Erfolg

Insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen verspürt man bei der Einnahme von Omega-3 nach ein paar Tagen noch keine große Wirkung, sondern in der Regel erst dann, wenn man es kontinuierlich über mehrere Monate einnimmt. Des Weiteren reichen „Mini-Dosen“ von 1-3 Kapseln schlichtweg nicht aus.

Um eine positive Wirkung zu erzielen, bedarf es einer Tages-Dosis von mindestens 2 g EPA/DHA (also der maritimen Omega-Fettsäuren aus Fisch oder Algen). Das entspricht in etwa 1 Esslöffel Fischöl, 1 Teelöffel Algenöl oder 15 herkömmlichen Fischöl-Kapseln (oder auch 5 aufkonzentrierten Kapseln mit synthetischem Fischöl, welches jedoch nicht mehr natürlich ist). Bei einem sehr schlechten Omega-6/3-Verhältnis kann auch die doppelte Menge an Omega-3 erforderlich sein.

Auch die Qualität des Omega-3-Präparates ist entscheidend

Viele Präparate (vor allem Kapseln) sind bereits beim Kauf ranzig. Daher sollte man nach Erwerb eines neuen Produktes zunächst auf eine der Kapseln beißen. Schmeckt diese stark nach Fisch (dies tun nämlich nur bereits verdorbene Fische), ist dies ein Zeichen für schlechte Qualität, da das Öl bereits ranzig ist. Die Kapseln sollten in diesem Fall direkt entsorgt werden.

Aufgrund der toxikologischen Belastung von Meeresfischen ist der Verzehr von mehr als ein bis zweimal Fisch pro Woche nicht mehr zu empfehlen. Für die tägliche Zufuhr von Omega-3 ist daher die Ergänzung durch eines von Schadstoffen gereinigten Fischöls oder Algenöls notwendig.

Rein pflanzliche Omega-3-Öle wie Leinöl weisen leider nicht diese entzündungshemmenden Eigenschaften wie die maritimen Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Alge auf, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Leinöl sollte daher eher begleitend, aber keineswegs anstelle von Fisch- oder Algenöl eingenommen werden.

Zu Beginn einer Omega-3-Therapie sollte eine Fettsäure-Analyse durchgeführt werden

Hierbei wird das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 im Körper bestimmt. Der Durchschnittswert in der Bevölkerung liegt heutzutage bei 10:1. Bei einer vorliegenden Autoimmunerkrankung liegt das Verhältnis jedoch häufig bei 15:1 oder sogar weit über 20:1. Um eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen, sollte ein Verhältnis von 2,5:1 angestrebt werden.

Zusammenfassung

Eine Vielzahl epidemiologischer Studien belegt, dass eine unzureichende Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren die Entstehung von Autoimmunkrankheiten begünstigt. Die vorliegenden interventionellen Studien legen zudem nahe, dass durch die Einnahme von Omega-3 bei bestimmten Autoimmunerkrankungen Entzündungen vermindert werden können. Entscheidend für den Therapieerfolg ist eine ausreichend hohe Dosierung von mindestens 2 g Omega-3 pro Tag über einen ausreichend langen Zeitraum sowie die Verwendung eines qualitativ hochwertigen Präparates, in welchem die maritimen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA enthalten sind.

Dr. med. Volker Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz.

Den vollständigen Artikel von Dr. Schmiedel inklusive einer Betrachtung der Wirkung von Omega-3 bei Multipler Sklerose, Rheuma, Colitis/Morbus Crohn, Neurodermitis sowie Psoriasis (Schuppenflechte) können Sie hier nachlesen.

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