Einstein Junior – Mit mehr Omega-3 zu besseren PISA-Ergebnissen?

Interview mit Dr. med. Volker Schmiedel

Omega-3 in Fisch wirkt sich positiv auf das Gehirn und die schulischen Leistungen von Kindern aus

In dem Artikel „Einstein Junior – Mit mehr Omega-3 zu besseren PISA-Ergebnissen?“ von Dr. med. Volker Schmiedel, welcher Teil der aktuellen Ausgabe des Omega-3 Journals ist, geht es um eine Studie, in welcher der Zusammenhang zwischen mit dem Fischkonsum eines Landes und den PISA-Ergebnissen der Kinder untersucht wurde.

Hat der Verzehr von Fisch eine Auswirkung auf die schulischen Leistungen von Kindern?

Genau dieser Frage ist Dr. med. Volker Schmiedel in seiner aktuellen Studie auf den Grund gegangen. Im Interview berichtet er über die Ergebnisse und die Bedeutung von Omega-3- Fettsäuren für Kinder.

Herr Dr. Schmiedel, worum geht es in Ihrer Studie?

„Omega-3-Fettsäuren, insbesondere die marinen Formen EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind für die Gehirnentwicklung essenziell. Fisch stellt die Hauptquelle dieses wertvollen Nährstoffs dar. Wir fragten, ob der Fischkonsum eines Landes mit den PISA (Programme for International Student Assessment) -Ergebnissen der Schüler zusammenhängt, unabhängig vom Lebensstandard und ob das Kind gestillt wurde. Die PISA-Studie hat in den letzten Jahren in Deutschland für Aufregung gesorgt, weil Deutschland nur im Mittelfeld lag und den Anschluss an die besten Industrienationen zu verlieren droht.“

Wie sind Sie darauf gekommen, gerade den Zusammenhang von Fischkonsum und schulischen Leistungen zu betrachten?

„Die schulischen Leistungen von Kindern ergeben sich aus vielen Einflüssen. Unter anderem aus den pädagogischen Fähigkeiten der Lehrer, dem sozialwirtschaftlichen Status von Schülern und ihren Eltern, der Klassengröße und den Investitionen, die ins Bildungswesen fließen. Frühere Einflussfaktoren, wie beispielsweise das Stillen oder die allgemeine Gesundheit, können ebenfalls wichtige Einflussgrößen darstellen.

Es überrascht nicht, dass eine aktuelle Studie herausgefunden hat, dass das Omega-6/3-Verhältnis in der Muttermilch Unterschiede bei den PISA-Ergebnissen der Kinder erklärte. Die Fettzusammensetzung in der Muttermilch ergibt sich aus der Nahrung der Mutter. Eine offensichtliche Vermutung ist, dass der landesweite Fischkonsum ein verantwortliches Kriterium für ein vorteilhaftes Omega-6/3-Verhältnis in der Muttermilch ist und somit auch für die kognitive Entwicklung des gestillten Kindes. Um dies zu prüfen, schauten wir in unserer Studie, ob der nationale Fischkonsum mit den PISA-Ergebnissen der Kinder zusammenhängt. Dafür untersuchten wir den landesweiten Fischkonsum, gemeinsam mit Parametern der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Stillrate, und seinen Zusammenhang mit den PISA-Ergebnissen.“

Wieso sind gerade die marinen Omega-3-Fettsäuren, also EPA und DHA vom Fisch oder von Algen, so wichtig für die Entwicklung des Kindes?

„Die drei Omega-3-Fettsäuren, über die man am meisten hört, sind EPA (Eicosapentaensäure), DHA (Docosahexaensäure) und ALA (Alpha-Linolensäure). Die Letztgenannte ist eine pflanzliche Fettsäure. Ihr werden, anhand der bisherigen Studienlage, nicht so viele positive Eigenschaften und Funktionen im Körper zugeschrieben wie EPA und DHA. Der Körper ist zwar in der Lage, ALA in EPA und DHA umzuwandeln. Jedoch ist der Umwandlungsfaktor relativ gering (5-10%) und von Person zu Person verschieden.

EPA und DHA sind marine Fettsäuren, das bedeutet, sie kommen reichlich in Fisch oder in Mikroalgen vor. Besonders in letzter Zeit wuchs das Interesse an den marinen Omega-3- Fettsäuren DHA und EPA, weil sie bekanntermaßen wichtig für die Gehirnentwicklung sind. Eine ausreichende Versorgung mit marinen Omega-3-Fettsäuren ist besonders in der Schwangerschaft und auch bei stillenden Müttern essenziell für die körperliche und geistige Entwicklung des Nachwuchses. Insbesondere für die gesunde Entwicklung des Gehirns und der Augen bei Kindern, Neugeborenen oder Embryos werden diese zwei Omega-3-Fettsäuren benötigt.

Studien zeigen weiterhin, dass Omega-3 unter anderem positiven Einfluss auf die Konzentrations- und Merkfähigkeit von Kindern haben kann. Im Alter von 14 Monaten können Kinder von „Omega-3-Müttern“ bspw. besser sprechen und verstehen. Auch viele Entzündungskrankheiten wie bspw. Akne, Asthma, Diabetes, Migräne und Multiple Sklerose können vorgebeugt oder sogar vermieden werden. Außerdem können durch eine ausreichende Omega-3 Zufuhr die Symptome von AD(H)S (z.B. Hyperaktivität und Unruhe) bei Kindern gelindert werden.

Um allerdings eine ausreichende Menge der richtigen Omega-3- Fettsäuren (EPA und DHA) allein durch die Nahrung aufzunehmen, müssten am Tag Unmengen von Fisch konsumiert werden. Dies ist hinsichtlich der Schadstoffbelastung weder zu empfehlen, noch durch die großen Mengen an zu verzehrendem Fisch realisierbar. Sind wir mal ehrlich, welches Kind isst schon gerne Fisch und das im besten Fall auch noch täglich? Deswegen empfehle ich meinen Patienten und den kleinsten Patienten, ihren Omega-3 Bedarf durch ein qualitativ hochwertiges Fischöl aus Wildfang oder ein pflanzliches Algenöl zu decken, da sich dies leicht in den Alltag integrieren lässt.“

Zurück zu Ihrer Studie, was waren die Ergebnisse? Hat der Fischkonsum einen Einfluss auf die PISA-Ergebnisse von Kindern?

„Es lagen uns Fischkonsum-Daten aus 64 Ländern vor, für die ebenfalls die PISA-Ergebnisse und Ländergröße herangezogen wurden. Die Stillraten lagen von 53 dieser Länder vor. Es zeigte sich, dass der landesweite Fischkonsum ein deutlicher Einflusswert auf die Ergebnisse der PISA-Studie war. Länder mit geringem Fischverzehr hatten schlechte PISA-Ergebnisse, Länder mit hohem Fischkonsum in der Bevölkerung konnten bessere PISA-Ergebnisse erzielen. Diese Ergebnisse stützen das bereits bekannte Wissen über die Wichtigkeit von Omega-3-Fettsäuren, insbesondere für die Gehirnentwicklung von Kindern.“

Wie lautet also Ihr Fazit – was empfehlen Sie Eltern und deren Kindern?

„Fischkonsum, der hier allgemein für die nationale Omega-3-Versorgung steht, stellte sich als ein unabhängiger und wichtiger Einflussfaktor auf die schulischen Leistungen der Schüler dar, neben dem Einfluss des nationalen Lebensstandards. Ich kann also nur allen Eltern empfehlen, sich und ihr Kind gut mit Omega-3 zu versorgen und so dem eigenen Nachwuchs den optimalen Start ins Leben zu bieten und es so bei den enormen Entwicklungen in den ersten Lebensjahren bestmöglich zu unterstützen. Alles in allem gibt es viele Gründe, die dafür sprechen, dem Nachwuchs den täglichen Löffel Fischöl zu geben oder klammheimlich ins Essen zu mischen.“

 

Dr. med. Volker Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz. Weitere spannende Artikel von Dr. med. Volker Schmiedel finden Sie auf seinem Blog.

Der Artikel „Einstein Junior – Mit mehr Omega-3 zu besseren PISA-Ergebnissen?“ ist Teil der zweiten Ausgabe des Omega-3 Journals. Wenn Sie Interesse an dem Artikel haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail  post@norsan.de oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen gerne das Omega-3 Journal zu.

Omega-3 für Kinder

Reich an EPA und DHA

NORSAN Omega-3 KIDS 150ml Flasche und Verpackungskarton - Omega-3 Öl für Kinder

Natürliche Fischöle aus Wildfang mit leckerem Orangengeschmack und 1.120 mg Omega-3 pro Tagesdosis (1 Teelöffel).

NORSAN Omega-3 KIDS Jelly - Omega-3 für Kinder

Leckere Kaugeleedrops mit natürlichen Fischölen aus Wildfang (250 mg Omega-3 pro Jelly) und leckerem Erdbeer-Zitronengeschmack.

, , , , , , ,

Related Posts

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fill out this field
Fill out this field
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
X

Wir verwenden Website-Cookies, um Ihnen eine bessere Benutzererfahrung zu bieten. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Lesen Sie hier mehr über unsere Datenschutzbestimmung.