Entzündungshemmende Ernährung

Entzündungshemmende Ernährung

Artikelzusammenfassung

Essen gegen Entzündungen – geht das?

Katrin Kleinesper, Ernährungsexpertin und Autorin des Artikels „Entzündungshemmende Ernährung“, der im August 2016 in der Zeitschrift „Naturheilpraxis“ erschien, erklärt in diesem Artikel wodurch Entzündungsprozesse im Körper entstehen und wie diese durch die richtige Ernährung gelindert werden können.

Entzündungen sind ein natürlicher Reparaturprozess des Körpers, der bei Verletzungen, eingedrungenen Keimen und extremer Hitze oder Kälte entsteht. Zunächst steigt die lokale Durchblutung, anschließend erhöht sich die Durchlässigkeit der Blutgefäßwände für Abwehrzellen, woraufhin das Gewebe durch vermehrte Flüssigkeit anschwillt und letztendlich auf Nervenzellen in der Haut drückt und Schmerz verursacht.

Chronische Entzündungen können vor allem durch Rauchen, einseitige Ernährung mit hohem Zuckerkonsum, frittierte Lebensmittel und Transfette, wenig Bewegung, starkes Übergewicht, Stress und Vitamin-D-Mangel entstehen. Man unterscheidet auch zwischen spürbaren und nicht spürbaren Entzündungen, sogenannte Stillen Entzündungen. Letztere führen schleichend zu vielen Erkrankungen, wobei zunächst kein Schmerz empfunden wird. Für Katrin Kleinesper können ergänzend zu den oben genannten Auslösern auch cholesterinsenkende Medikamente, Betablocker oder Diuretika, ständiges Verlangen nach Kohlenhydraten, ständige Müdigkeit und wenig Leistungsfähigkeit, fahle Haut, brüchige Fingernägel und Haare sowie ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt, die Entstehung von stillen Entzündungen begünstigen. Zur Diagnostik können die Blutwerte im Labor u.a. auf das Omega-6/3-Verhältnis, den CRP-Wert, die BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit), die Leukozytenzahl und Menge an Immunglobuline untersucht werden.

Omega-3-Fettsäuren können u.a. den Entzündungsmarker Interleukin-6 und den Tumor-Nekrose-Faktor senken, ein Gleichgewicht des Hormonsystems herstellen, den Stoffwechsel regulieren, das Immunsystem aktivieren und somit Entzündungen reduzieren.

Studienlage: Entzündungshemmende Ernährung durch Omega-3 und Vitamin D

In einer Doppelblind-Beobachtungsstudie der Ohio State University College of Medicine wurde belegt, dass die vermehrte Gabe von bis zu 2,5 g Omega-3-Fettsäuren täglich, den Entzündungsmarker-6 um bis zu 12 % zum Sinken brachte. Ebenfalls sank der Tumor-Nekrose-Faktor um bis zu 2,3 %. Die Ernährungsexpertin erklärt, dass so bereits entstandene Entzündungen behandelt werden können, Omega-3-Fettsäuren aber auch präventiv auf entzündliche Prozesse wirken können.

In einer Studie mit Probanden mit einer Erkrankung der Koronararterien, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde fand man heraus, dass Teilnehmer mit regelmäßigen Fischmahlzeiten ihr Risiko an Herzerkrankungen zu sterben senken konnten.

Besonders wirkungsvoll gegen Entzündungen sind die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Diese langkettigen Fettsäuren kommen in fettreichen Kaltwasserfischen, Krill und besonderen Mikroalgen vor und können sofort vom Körper verwendet werden. Die pflanzliche Alpha-Linolensäure muss erst im Stoffwechsel in EPA umgewandelt werden.

Da der ausreichende Verzehr von Fisch im Alltag für die meisten schwer umsetzbar ist, empfiehlt Katrin Kleinesper ihren Kunden täglich Ihre Ernährung um einen Esslöffel natürliches Fischöl aus nachhaltigem Wildfang zu ergänzen.

Weitere Wirkstoffe, die Entzündungen reduzieren sind u.a. Capsaicin (kommt in Chilis vor und wirkt schmerzlindernd, die Ernährungsexpertin empfiehlt nach jeder Mahlzeit eine kleine getrocknete Chilischote zu essen), Gingerol (kommt im Ingwer vor und unterdrückt den Tumor-Nekrose-Faktor-α) und Aminosäure Arginin (Immunkompetenz wird wiederaufgebaut und hat wundheilungsfördernde Effekte).

Einen wichtigen Einfluss nimmt ebenfalls Vitamin D, dieses senkt den Entzündungsantreiber TNF- α und erhöht zugleich den Anti-Entzündungsstoff Interleukin-10. Laut der nationalen Verzehrstudie herrscht eine große Unterversorgung an Vitamin D in bestimmten Bevölkerungsgruppen. Täglich sollten etwa 1.000 bis 2.000 IE eingenommen werden. Das ist vor allem durch fetten Fisch, aber auch anteilig durch Eier, Avocados und Champignons möglich. Eine ausreichende Aufnahme über die Haut ist nur im Sommer ohne Sonnencreme möglich.

Um Entzündungen zu vermeiden, sollten entzündungsfördernde Lebensmittel, wie Fleisch, Zucker, Weißmehl, Sonnenblumen-, Distel- und Maiskernöl reduziert werden.

In der Beratungspraxis der Ernährungsexpertin empfiehlt diese häufig ihren Kunden zusätzlich Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D mit der Nahrung aufzunehmen. Bei der Wahl des Fischöls sollte darauf geachtet werden, dass es gut schmeckt, natürlich ist, aus nachhaltigem Wildfang stammt und von Schadstoffen gereinigt ist. Einige Fischöle enthalten zusätzlich Vitamin D.

Katrin Kleinesper ist Diplom Oecotrophologin und arbeitet als Ernährungsberaterin und Personal Food Coach in Hamburg in ihrer Firma „Sport & Food“.

Wenn Sie Interesse an dem Originalartikel „Entzündungshemmende Ernährung“ haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail post@norsan.de oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen den Artikel gerne zu.

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