Ernährung-Kohlenhydrate-Omega-3

Prävention nach dem Flexi-Carb-Prinzip – Anpassung der Kohlenhydrate

In dem Artikel „Prävention nach dem Flexi-Carb-Prinzip“ von Prof. Dr. Nicolai Worm, der im September 2016 in der Fachzeitschrift „Der Heilpraktiker“ erschienen ist, geht es um die Notwendigkeit einer an den heutigen bequemen Lebensstil angepassten Ernährung. Kohlenhydrate sollten dabei in der Regel reduziert, der Omega-3 und Vitamin D Konsum aber erhöht werden.

Artikelzusammenfassung

Anpassung der Kohlenhydrate an den Lebensstil

Die Lebensbedingungen, vor allem in den vergangenen Jahrzehnten, haben sich drastisch geändert. Damals waren die Menschen nicht zuletzt auch wegen ihrer regelmäßigen bzw. täglichen Bewegung meist schlank. Für eine ausreichende Energiezufuhr waren sie aufgrund ihrer intensiven körperlichen Aktivitäten auf Kohlenhydrate in der Nahrung angewiesen. Zu dieser Zeit wurden auch die „offiziellen“ Ernährungsempfehlungen geschaffen. Diese können folglich nicht mehr auf das heutige Leben angewendet werden und man kann ebenfalls nicht mehr von „der einen“ gesunden Ernährung sprechen.

Etwa zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung ist mittlerweile übergewichtig und fast ein Viertel leidet sogar an Adipositas. Dies steht häufig im Zusammenhang mit Bewegungsmangel, was letztendlich zu Stoffwechselproblemen führt. Resultate daraus sind die steigenden Erkrankungszahlen an metabolischem Syndrom (Anmerkung der Redaktion: Risikofaktor für Krankheiten der arteriellen Gefäße, besonders für koronare Herzkrankheiten), Fettleber und Diabetes Typ-2. Dies wiederum kann zu kardiovaskulären Erkrankungen, Krebs und Demenz führen.

Ohne Muskeln läuft nichts

Muskeln, die nicht beansprucht werden, benötigen weniger Energie und kaum Kohlenhydrate. Wenn dem Körper allerdings mehr Kohlenhydrate als benötigt zugeführt werden, führt dies zu oxidativem Stress, da die Muskelzellen ständiger energetischer Überladung ausgesetzt sind. Dadurch werden sie insulinresistent.

Die aus den Kohlenhydraten gewonnene Energie muss dennoch gespeichert werden. Als Speicher dienen dann die Leber- und Fettzellen. Da die Leber nur eine beschränkte Speicherkapazität hat, wird der größte Teil in Fett umgewandelt.

Die Leber als Knackpunkt

Zu den Volkskrankheiten zählt inzwischen auch die nicht-alkoholische Fettleber. Diese ist Auslöser der häufigsten Fettstoffwechselstörung (hohe Triglyceridspiegel, niedriges HDL-Cholesterin, hohes LDL-Cholesterin). Die Fettleber wird insulinresistent und gibt zu viel Glukose in das Blut ab. Da diese Abgabe unabhängig vom Zeitpunkt der Nahrungszufuhr geschieht, ist dies der Einstieg für Diabetes Typ-2.

Wege aus der Lebensstilfalle

Die optimale Lösung wäre eine Rückkehr zum artgerechten Lebensstil. Das heißt konkret; tägliche Muskelaktivität, Sonnenlicht, eine angemessene, nicht erhöhte Kalorienzufuhr und genügend Ruhe sowie Schlaf.

Vor etwa 50 Jahren noch wurden unter anderem viel Brot und Kartoffeln gegessen, da diese vor allem kostengünstige Nahrungskalorien waren. Aufgrund des früheren Lebensstils ergaben sich für die Menschen meist keinerlei Probleme. Behält man diese traditionelle Ernährung bei einem sonst eher modernen, also „bequemen“ Lebensstil bei, kann dies aber Krankheiten verursachen.

Flexi-Carb – ein modernes Ernährungskonzept

Eine angepasste gesunde Ernährung sollte alle essenziellen Mikro- und Makronährstoffe abdecken sowie ausreichend sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe liefern. Die Kalorienzufuhr darf nicht den tatsächlichen, eher niedrigen Kalorienbedarf übersteigen. Das ideale Nahrungsmittel kennzeichnet sich folglich durch eine geringe Energiedichte, aber eine hohe Nährstoffdichte und Naturbelassenheit.

Für Kohlenhydrate gilt: Man muss sie sich „verdienen“. Je schlanker und je körperlich aktiver ein Mensch ist, desto mehr Kohlenhydrate kann er essen. Im Umkehrschluss bedeutet dies; je fettleibiger und je geringer die Muskelaktivität eines Menschen, desto mehr Probleme verursacht eine hohe Kohlenhydratzufuhr. Das Flexi-Carb-Prinzip baut darauf auf und passt die Nahrung dem individuellen Lebensstil an. Für die meisten (viel sitzend und/oder übergewichtig) bedeutet dies; Brot, Gebäck, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Süßes gegen Gemüse, Salat, Pilze, Beeren und Obst auszutauschen.

Moderner Nährstoffmangel

Trotz des Nahrungsüberflusses werden zwei lebenswichtige Nährstoffe, Omega-3 und Vitamin D, nicht ausreichend konsumiert. Bei der heutzutage intensiven Tierhaltung werden die Tiere vorwiegend mit Soja und Mais gefüttert; beide Futtermittel weisen einen hohen Omega-6-Gehalt auf. So gelangt letztendlich auch zu viel Omega-6, aber zu wenig Omega-3 in die Nahrung des Menschen.

Für die Körperfunktionen sind beide Fettsäuren wichtig, allerdings im richtigen Verhältnis. Ein zu hohes Omega-6/3-Verhältnis – also zu viel Omega-6 und zu wenig Omega-3 – kann eine erhöhte Entzündungsneigung, Insulinresistenz, erhöhte Triglycerdispiegel, Blutdruckerhöhung, Gerinnungsneigung des Blutes und ein höheres Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen verursachen.

Gute Omega-3-Quellen sind Kaltwasserfische, z.B. Heringe, Makrelen, Lachs, Sardinen oder Sardellen. Pflanzliches Omega-3 findet man unter anderem in Lein- und Rapsöl sowie Walnüssen. Allerdings ist der Umwandlungsprozess von pflanzlichem Omega-3 in die wichtigen marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sehr ineffizient. Um eine ausreichende Menge von optimalerweise zwei Gramm Omega-3 täglich aufzunehmen, müsste man also jeden Tag fetten Seefisch essen oder ein qualitativ hochwertiges Omega-3-Präparat mit EPA und DHA zu sich nehmen. Solche großen Mengen an Fisch zu essen ist für die meisten nicht realisierbar. Der Bedarf kann dann leicht über Kapseln oder ein natürliches Fischöl (Anmerkung der Redaktion: oder veganes Algenöl) gedeckt werden.

Die Qualität eines hochwertigen Präparats erkennt man sowohl am Geruch als auch am Geschmack; es riecht nicht fischig oder tranig und schmeckt gut. Somit kann es leicht in den Alltag und die Nahrung integriert werden. Z.B. in Salaten und Gemüse, Smoothies oder im Müsli. Bei Kapseln bietet sich ein Biss auf die Kapsel an. Auch hier sollten die Kriterien des angenehmen Geschmacks und Geruchs erfüllt sein.

Ein hoher Fischkonsum könnte auch den weitverbreiteten Vitamin D-Mangel beheben. Die effektivere Methode ist jedoch die Eigenproduktion des Körpers durch die UVB-Strahlung in der Sonne. In unseren Breitengraden ist dies aber kaum möglich, da die Intensität nicht hoch genug ist.

Nur ab Mitte April bis Mitte Oktober etwa zwischen 10-17h ist eine eigene Bildung von Vitamin D im Körper durch die Sonne möglich. So sollten wenigstens im Winter Vitamin D-Präparate eingenommen werden und im Sommer die Sonne bewusst und verantwortungsvoll genutzt werden.

Einfaches Fazit

Der traditionell hohe Konsum von Kohlenhydraten bei wenig und unregelmäßiger Muskelaktivität, löst viele Probleme aus. Die Ernährung sollte heutzutage dahingehend angepasst werden, dass sie reich an Omega-3 sowie Vitamin D ist.

Leckere und gesunde Rezepte mit der täglichen Portion Omega-3 finden Sie in unseren Rezeptvorschlägen.

Prof. Dr. Nicolai Worm ist promovierter Oecotrophologe und seit 2008 als Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHPG) in Saarbrücken tätig.

http://www.nicolai-worm.de/

 

Wenn Sie Interesse an dem Originalartikel „Prävention nach dem Flexi-Carb-Prinzip“ haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail post@norsan.de oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen den Artikel gerne zu.

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