Hashimoto mit einer Omega-3- und Vitamin-D-reichen Ernährung behandeln

Artikelzusammenfassung von Dr. med. Volker Schmiedel

Hashimoto behandeln - Eine nährstoffreiche Ernährung wirkt sich positiv auf Hashimoto aus - insbesondere Omega-3, Vitamin D und Selen

In dem Artikel „Kennen Sie Hashimoto?“ von Dr. med. Volker Schmiedel geht es um die positiven Effekte einer entzündungshemmenden Ernährung bei Hashimoto. Wir haben den Inhalt des Artikels für Sie nachfolgend zusammengefasst.

Hashimoto – Was ist das eigentlich genau?

Bei Hashimoto handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, durch welche zu wenig Schilddrüsenhormone produziert werden. Dies führt dazu, dass die Schilddrüse zunehmend geschädigt wird und langfristig eine sogenannte Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) entstehen kann. Der Hormonmangel verlangsamt die Stoffwechselprozesse des Körpers und verringert dessen Leistungsfähigkeit. Wird die Hashimoto-Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann dies eine Zerstörung der Schilddrüse zur Folge haben.

Typische Hashimoto-Symptome

  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche und Muskelverhärtung
  • Konzentrationsprobleme
  • Häufiges Frieren
  • Brüchige Haare und Fingernägel
  • Starke Gewichtszunahme
  • Trockene Haut
  • Heisere Stimme
  • Schwellungen durch Wassereinlagerungen im Gesicht oder den Extremitäten

Hashimoto behandeln

In der Schulmedizin werden Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion in der Regel naturidentische Schilddrüsenhormone in einer Menge zugeführt, die für eine optimale Funktion der Schilddrüse benötigt wird. Jedoch reicht es nicht aus, lediglich die fehlenden Hormone zu ersetzen. Zusätzlich sollte auch der Ursache der Schilddrüsenunterfunktion auf den Grund gegangen werden. Vor wenigen Jahren lag diese in Deutschland zumeist in einer Unterversorgung mit Jod begründet. Seitdem Salz in Deutschland jedoch überwiegend jodiert wird, ist dies deutlich zurückgegangen. In der heutigen Zeit stellt hingegen Hashimoto die häufigste Ursache für eine Unterfunktion der Schilddrüse dar. Wurde Hashimoto zweifelsfrei identifiziert, kann eine darauf abgestimmte Nährstofftherapie eingeleitet werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei vor allem die Regulierung der Entzündungsprozesse im Körper.

So ist heute unter anderem bekannt, dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Selen die Antikörper zwar nicht komplett normalisieren, jedoch insgesamt verringern kann, sodass die Entzündungsprozesse im Körper gehemmt werden. Daher sollte der Selenwert im Blut bestimmt und bis an die obere Normgrenze optimiert werden. Jod sollte von Hashimoto-Patienten hingegen eher gemieden werden, da dieses die Entzündungen potenziell verstärken kann.

Folgeerkrankungen von Hashimoto vorbeugen

Hashimoto-Patienten neigen zu einem erhöhten Risiko, weitere Autoimmunerkrankungen wie Asthma, Multiple Sklerose oder Rheuma zu entwickeln. Aus diesem Grund ist besonders wichtig, der Entstehung weiterer Erkrankungen präventiv entgegenzuwirken. Um dies zu erreichen, ist es empfehlenswert, den Körper durch eine gezielte Nahrungsergänzung optimal mit den bei Hashimoto relevanten Nährstoffen zu versorgen. Am wirkungsvollsten hat sich in der langjährigen Praxiserfahrung von Dr. med. Volker Schmiedel vor allem eine ausreichend hohe Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D herausgestellt, da diese den Körper vor Autoimmunprozessen schützen.

Omega-3 bei Hashimoto

Die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind nicht nur gut für die Herzgesundheit, die Gehirnleistung und das Sehvermögen, sondern schwächen auch wirkungsvoll Entzündungsprozesse im Körper ab. Dies ist vor allem für Hashimoto-Patienten ausgesprochen wichtig. Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kommen ausschließlich in Meereslebewesen wie Fischen und Algen vor. Bei einer vorliegenden Hashimoto-Erkrankung ist ein übermäßiger Verzehr von frischem Seefisch jedoch aufgrund der zunehmenden Schadstoffbelastung der Meere nicht empfehlenswert.

Eine sichere Alternative stellen flüssige Omega-3-Öle aus Fisch oder Algen dar, welche sorgfältig von Schadstoffen gereinigt wurden. Um eine ausreichende Versorgung mit Omega-3 bei Hashimoto sicherzustellen, bedarf es in der Regel mindestens 2 g Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) pro Tag. Dies kann beispielsweise durch die Einnahme von 1 Esslöffel Fischöl oder 1 Teelöffel Algenöl pro Tag erreicht werden. Aufgrund der flüssigen Form können Omega-3 Öle auch leicht in Speisen und Getränke eingerührt werden. Bei herkömmlichen Fischöl-Kapseln müssen in der Regel hingegen bis zu 15 Stück pro Tag eingenommen werden, um auf die empfohlene Menge von 2 g Omega-3 zu kommen.

Vitamin D bei Hashimoto

Das Sonnenvitamin verfügt ebenfalls über eine entzündungshemmende Wirkung. Da wir in Deutschland vor allem in der kälteren Jahreszeit aufgrund der niedrigen Sonneneinstrahlung nicht genügend Vitamin D aufnehmen können, ist eine Nahrungsergänzung durch Vitamin D bei Hashimoto ebenfalls ratsam. Vitamin-D-Präparate sollten in einer solchen Menge eingenommen werden, sodass ein Blutspiegel von 40-60 ng/ml oder 100-150 mmol/l sichergestellt werden kann. Ein durchschnittlicher Erwachsener benötigt hierfür in etwa 2000-5000 IE Vitamin D pro Tag.

Zusammenfassung

Um eine Schilddrüsenunterfunktion wirkungsvoll zu behandeln, ist es nicht nur wichtig, dem Körper die fehlenden Schilddrüsenhormone in der benötigten Menge von außen zuzuführen. Vielmehr sollte auch die Ursache der Erkrankung untersucht werden. Bei Hashimoto sollten vor allem die Entzündungsprozesse im Körper durch eine ausreichende Zufuhr der relevanten Nährstoffe reguliert werden. Während Jod beispielsweise die Entstehung von Entzündungen bei Hashimoto-Patienten begünstigen kann und daher weitestgehend gemieden werden sollte, kann Selen die Entzündungsprozesse im Körper vermindern. Da Betroffene von Hashimoto im Laufe der Zeit häufig auch weitere Autoimmunerkrankungen entwickeln, sollte zudem auch präventiv vorgesorgt werden. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sowie das Sonnenvitamin Vitamin D. Beide Nährstoffe sollten dem Körper täglich in einer ausreichend hohen Menge zugeführt werden.

 

Dr. med. Volker Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz.

Den vollständigen Artikel von Dr. med. Volker Schmiedel inklusive eines Therapiebeispiels auf dem Gebiet Hashimoto können Sie hier nachlesen.

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