Multiple Sklerose

Mit Fischen gegen Multiple Sklerose anschwimmen?

Artikelzusammenfassung

Omega-3-Fettsäuren bei Multiple Sklerose

Der Artikel „Kann man mit Fischen gegen Multiple Sklerose anschwimmen?“ von Dr. med. Volker Schmiedel, der im Juni 2014 in der Zeitschrift für Erfahrungsheilskunde erschien, gibt Informationen über die entzündungshemmende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren und zeigt durch Studien- und Praxisbeispiele auf, wie Multiple Sklerose erfolgreich therapiert werden kann.

Fettsäuren bestehen aus Kohlenwasserstoffketten, wobei die Anzahl der enthaltenen Doppelbindungen entscheidend sind. Kommt nur eine Doppelbindung vor, so handelt es sich um eine einfach ungesättigte Fettsäure. Bei mehr als zwei Doppelbindungen spricht man von einer mehrfach ungesättigten Fettsäure. Des Weiteren kann durch den Aufbau bestimmt werden, ob es sich um eine Omega-3- oder Omega-6-Fettsäure handelt.

Die Aufgabe von Fettsäuren besteht vor allem darin konzentriert Energie zu speichern, Körperwärme durch Isolation zu regulieren, die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen zu unterstützen, das Sättigungsgefühl zu verlängern, die Mineralaufnahme im Darm und die Aufnahme von Kalzium ins Skelett zu ermöglichen.

Durch Omega-3-Fettsäuren entstehen sogenannte „gute Prostaglandine“. Diese erhöhen die Gefäßerweiterung sowie Hirnfunktion und senken gleichzeitig die Thrombozytenaggregation, Entzündungen, Schmerzen und die Zellteilung.

Den Gegenpol zu den Omega-3-Fettsäuren bilden Omega-6-Fettsäuren. Allerdings sind diese sogenannte „schlechten Prostaglandine“ nicht generell schlecht, sondern das heutzutage herrschende Ungleichgewicht dieser beiden Fettsäuren, was vermutlich mitverantwortlich für die meisten Zivilisationskrankheiten ist.

Aus Omega-3-Fettsäuren werden antiinflammatorische Leukotriene und andere Botenstoffe gebildet, welche entzündungshemmend wirken. Aus Omega-6-Fettsäuren hingegen proinflammatorische Botenstoffe, die entzündungsfördernd wirken.

Studienergebnisse

Eine große Studie von Jalinek et al. fand heraus, dass eine klare Korrelation zwischen Fischkonsum und besseren Werten bei Items zur Lebensqualität der Patienten besteht. Die Häufigkeit des Fischkonsums spielt eine bedeutende Rolle, so ist der Unterschied zwischen 1-2 Portionen pro Woche und mehr als 2 Portionen wöchentlich hochsignifikant.

Dr. med. Schmiedel merkt an, dass selbst bei bereits ausgebrochener Multiple Sklerose, Patienten von einem hohen Fischkonsum profitieren können. Um eine gute entzündungshemmende Wirkung zu erzielen, sind etwa 2 g Omega-3-Fettsäuren notwendig.

Anhand einer Interventionsstudie von Weinstock-Guttmann erklärt der Arzt, dass sich durch diätische Maßnahmen MS-Schübe um 0,69 bzw. 0,79 Schüben pro Jahr vermindern lassen. Die Probanden in der Studie konsumierten weniger proinflammatorische Lebensmittel. Eine der beiden Gruppen nahm zusätzlich Fischöl zu sich, was zu signifikant höheren Werten in Bezug auf die Lebensqualität gegenüber der anderen Gruppe führte, die Olivenöl konsumierte.

Hadgkiss et al., die eine ganzheitliche Lebensmodifikation an Multiple Sklerose-Patienten durchführten, die u.a. Zufuhr von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beinhaltete, kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Es gab eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität sowie mentaler und körperlicher Gesundheit.

Erfahrung aus der Praxis

In einem ausführlich beschriebenen Beispiel einer an Multiple Sklerose erkrankten Patientin, zeigt Dr. med. Schmiedel seine Behandlungsmethode auf. Da die Patientin schlechte Werte bei Vitamin D, Selen, Carnitin und dem Omega-6/-3-Quotiienten aufwies, wurden diese gezielt behandelt. Die subjektive Leistungsbereitschaft und das psychische Wohlbefinden stiegen bereits in den ersten drei Wochen. Als sie ein Jahr später wieder zum stationären Aufenthalt kam, berichtete sie, dass sie im vergangenen Jahr erstmals keine Schübe mehr erlitten habe. Nach weiteren acht Jahren kam sie erneut und berichtete, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand seit einigen Monaten wieder verschlechtert hatte, nachdem sie jahrelang beschwerdefrei lebte. Es stellte sich heraus, dass sie seit drei Jahren die empfohlenen Nährstoffe nicht mehr eingenommen hatte und dadurch wieder Mangelzustände entstanden.

Der Omega-6/-3-Quotienten war stark erhöht, gerade bei chronischen Entzündungen sollte der Wert allerdings unter 2,5:1 liegen. Häufig sind die empfohlenen Omega-3-Einnahmemengen unterdosiert berichtet der Arzt und es kann so kein Erfolg erzielt werden. Selbst wenn nicht viel Fleisch konsumiert wird, ist das Omega-6/-3-Verhältnis meist erhöht, da zu viel Linolsäure und Arachidonsäure (Omega-6-Fettsäuren) und zu wenig Alpha-Linolen- und Eicosapentaensäure (Omega-3-Fettsäuren) aufgenommen werden. Um wirkungsvoll therapieren zu können, müssen diese Fettsäuren im richtigen Verhältnis konsumiert und die leeren Nährstoffspeicher wieder aufgefüllt werden.

Um einen AA/EPA-Quotienten unter 2,5 erzielen zu können, ist es laut Dr. med. Schmiedel meist nötig mind. 2 g aber oft auch 4 g EPA/DHA einzunehmen und sich gleichzeitig größtenteils vegetarisch zu ernähren. Diese Menge an Omega-3-Fettsäuren kann dem Körper durch 1 bzw. 2 EL des natürlichen NORSAN Fischöls (Anm. der Red. Alternativ ein pflanzliches Algenöl, reich an EPA und DHA) zugeführt werden. Es kann leicht in die tägliche Nahrung integriert werden, da ein qualitatives Öl keinen Fischgeruch oder -geschmack hat.

 

Dr. med. Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz.

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: http://bit.ly/2kDQ4xK

 

Omega-3 Öle von NORSAN

Reich an EPA und DHA

NORSAN Omega-3 Total Zitrone

Natürliches Fischöl aus nachhaltigem Wildfang mit 2.000 mg Omega-3 pro Tagesdosis (1 Esslöffel).

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Pflanzliches Algenöl aus nachhaltiger Kultivierung mit 2.000 mg Omega-3 pro Tagesdosis (1 Teelöffel).

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