Neurodermitis Psoriasis

Omega-3- Fettsäuren bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis

In dem Artikel „Omega-3-Fettsäuren bei Hauterkrankungen“ von Dr. Imke Reese, der im März 2017 in der 73 Ausgabe des Mitgliedermagazins des BVNeurodermitis erschienen ist, geht es um die Hauterkrankungen Neurodermitis sowie Psoriasis und wie diese Krankheiten erfolgsversprechend mit den marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA behandelt werden können.

Artikelzusammenfassung

Brauchen wir langkettige ungesättigte Fettsäuren?

Für unseren Körper sind langkettige ungesättigte Fettsäuren lebenswichtig. Sie müssen hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen werden, da sie in zu geringen Mengen selbst vom Körper gebildet werden können. Diese essenziellen Fettsäuren sind Bestandteile des Gehirns, der Zellwände und tragen zur Bildung von Gewebshormonen bei. Sie steuern unter anderem den Fettstoffwechsel, beeinflussen die Sehkraft und die kognitiven Fähigkeiten und sind Unterstützer des Immunsystems.

Bei den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Besonders die entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren werden in der heutigen westlichen Ernährung unter anderem vermehrt über Speisefette wie Sonnenblumen-, Mais-, Weizenkeim-, Distelöl und tierische Lebensmittel aufgenommen. Die antientzündlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA hingegen in nur geringen Mengen über die Nahrung. Durch mehrmaligen Konsum von fettem Seefisch in der Woche, kann eine ausreichende Versorgung garantiert werden. Eine solche fischreiche Ernährung kommt allerdings nur in den wenigsten Fällen vor.

Omega-3-Fettsäuren sind für regulatorische Vorgänge im Körper wichtig

Ein ausgewogenes Omega-6/3-Verhältnis im Gewebe ist wichtig, um optimale Abläufe im Körper zu ermöglichen. Liegt ein Missverhältnis vor wird vermutet, dass dadurch ein erhöhtes Risiko für das Entstehen von Allergien und entzündlichen Krankheiten entsteht.

Fischöle enthalten die antientzündlichen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und werden gezielt für Therapien eingesetzt. Der Einsatz solcher Fischöle stellt gerade hinsichtlich der Entzündungskrankheiten ein erfolgsversprechendes Forschungsfeld dar.

Selbst kann der Körper EPA und DHA nur in sehr geringen aus der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure ALA herstellen, da der Stoffwechselweg sehr ineffektiv ist. Darüber hinaus hindert ein hoher Omega-6-Anteil im Körper diesen Stoffwechselprozess zusätzlich.

Unzureichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren als Risikofaktor für allergische Erkrankungen

Studien, die die Prävention allergischer Erkrankungen beobachten deuten darauf hin, dass das Omega-6/3-Verhältnis das Neurodermitis- sowie allergische Erkrankungen-Risiko begünstigt.

Wenn eine Frau in ihrer Schwangerschaft einen hohen Omega-6-Konsum aufweist, hat das Kind eine höhere Wahrscheinlichkeit Neurodermitis zu entwickeln. Hingegen senkt ein hoher Omega-3-Konsum in der Schwangerschaft das Risiko für das Kind eine Allergie zu entwickeln.

Wirkt Omega-3 auch bei bestehender Neurodermitis?

Die Studienlage zu diesem Thema ist nicht sehr groß. Allerdings zeigen zwei Studien, dass die tägliche Einnahme von 3.000-6.000 mg Omega-3 über einen Zeitraum von 3-4 Monaten signifikante positive Auswirkungen auf die Haut und den Juckreiz hat. Diese Dosen erscheinen zunächst sehr hoch. Reihenuntersuchungen von führenden Omega-3-Forschern haben jedoch ergeben, dass eine Einnahme von 2.000 mg Omega-3 im Regelfall ausreichend ist.

Die Charité Hautklinik führte eine Pilotstudie mit 5.400 mg täglicher Einnahme von DHA oder gesättigten Fettsäuren bei erwachsenen Neurodermitis-Patienten durch. Nach acht Wochen stieg nicht nur der Omega-3-Spiegel in der DHA-Gruppe an, sondern auch das Omega-6/3-Verhältnis war besser als das der Kontrollgruppe. Zudem verbesserte sich der Hautzustand der DHA-Gruppe.

Therapeutischer Einsatz bei Psoriasis optimierbar durch Ernährungsumstellung

Durch die entzündungshemmende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren lässt sich eine therapeutische Wirkung von Omega-3 bei Psoriasis begründen.

Häufig geht Psoriasis mit einem metabolischen Syndrom und Fettleber einher. Somit kann neben der Gabe von Omega-3 eine Ernährungsumstellung unterstützend wirken. Insbesondere eine mediterrane Ernährung mit nativem Olivenöl und langkettigen Omega-3-Fettsäuren in ausreichender Menge sowie hoher Konsum von Obst und Gemüse und ein geringer Omega-6-Konsum ist herfür geeignet.

Fazit

Eine Zufuhr von EPA und DHA, die sich am Gewebszustand orientiert, kann zur Neurodermitis-Prävention und -Behandlung beitragen. Entscheidend ist die ausreichende Menge an Omega-3, um einen optimalen Omega-3-Status zu erreichen; im Regelfall wird eine Dosierung von 2.000 mg täglich empfohlen. Die Psoriasis-Behandlung kann durch eine entzündungshemmende und unterkalorische Ernährung unterstützt werden.

 

Dr. Imke Reese ist praktizierende Ernährungsberaterin und -therapeutin mit Schwerpunkt Allergologie in München.

www.ernaehrung-allergologie.de

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