Omega-3 in der Schwangerschaft

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft

In dem Artikel „Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft“ von der praktizierenden Heilpraktikerin und Hebamme Annett Schmittendorf sowie Ernährungsexpertin und Personal Trainer Julia Tulipan, der im Oktober 2016 in der Fachzeitschrift für Naturheilkunde „Naturheilpraxis“ erschienen ist, geht es um die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind, die eine ausreichende Omega-3-Versorgung in der Schwangerschaft mit sich bringt.

Artikelzusammenfassung

Was sind Fette und wofür sind sie wichtig?

Fette sind nicht nur wichtig für die Energiespeicherung und -bereitstellung, sondern dienen zusätzlich der Nervenbahnisolation und sind ein Teil von Zellmembranen. Sie stellen außerdem das Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von Hormonen dar und sind der Hauptbestandteil des Gehirns. Ein Fötus benötigt täglich etwa 75 mg Fett für den Hirnaufbau. Das Gewicht des Gehirns steigt im dritten Trimester von 75 g auf 400 g an. Omega-3-Fettsäuren wird eine besondere Bedeutung beigemessen, weshalb vor allem diese in dem Artikel thematisiert werden.

Omega-3-Fettsäuren

Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren für den Menschen sind die marinen DHA und EPA Omega-3-Fettsäuren. EPA ist zum einen an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt und zum anderen auch für die Blutgerinnung und das Immunsystem wichtig. Der Körper kann EPA in DHA umwandeln. Insbesondere in Nervenzellen ist DHA ein Bestandteil von Zellmembranen. Somit hält es die Nervenzellen gesund und trägt zur normalen Gehirnentwicklung bei.
Fisch aus Wildfang stellt die wichtigste Quelle für die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA dar. Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA kann hingegen nur in geringen Teilen vom Körper in EPA und DHA umgewandelt werden.

Omega-6-Fettsäuren

Pflanzliche Öle, die aus Sonnenblumen, Maiskeimen, Soja und Disteln gewonnen werden, bestehen zu über 50 % aus Omega-6-Fettsäuren. Diese Pflanzenöle sind für das Omega-6/3-Ungleichgewicht in unserer Ernährung mitverantwortlich, unter anderem weil sie oft in Masttierfutter enthalten sind.
„Gute“ pflanzliche Öle, die hinsichtlich Omega-3 und Omega-6 als neutral einzustufen sind, sind beispielsweise Kokos-, Palm-, Lein-, Hanf- und Olivenöl. Der Körper benötigt beide Fettsäuren, jedoch in einem angemessenen Verhältnis, da Omega-6 als Gegenspieler zu Omega-3 entzündungsfördernd wirkt.

Omega-6/3-Verhältnis

Die Bewohner von Okinawa (Anmerkung der Redaktion: Japanische Präfektur), die eine hohe Lebenserwartung haben und selten an chronischen Erkrankungen leiden, weisen Omega-6/3-Verhältnisse von 1:1 bis 4:1 auf. In Europa liegt das Verhältnis durch die westliche Ernährung mit hohem Konsum von Fleisch aus Masttierhaltung und Omega-6-reichen Ölen etwa bei 15:1.

Omega-3-Gehalt unserer Nahrung

Ernährungsgesellschaften sagen in offiziellen Statements: „Es gibt keine Mangelernährung in Deutschland (Österreich) und mit einer ausgewogenen Ernährung lassen sich alle Mikronährstoffbedürfnisse abdecken.“ Allerdings beweisen einige Studien das Gegenteil. Der offizielle „Österreichische Ernährungsbericht 2012“ zeigte auf, dass lediglich ein Drittel der Schulkinder optimale Omega-3-Indizes (Anmerkung der Redaktion: prozentualer Anteil von EPA und DHA an den Gesamtfettsäuren) haben. Grund dafür ist wieder einmal die Nahrung, die es erschwert genügend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, denn selbst Fisch und Fleisch enthalten zu wenig Omega-3.

In der Schwangerschaft

Schon vor der Schwangerschaft hat die Omega-3-Versorgung einen großen Einfluss auf eine gesunde Entwicklung des Kindes und der Mutter. Leidet die Mutter bereits vor der Schwangerschaft an einer Stoffwechselerkrankung, Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Bluthochdruck, ist das Risiko für Präeklampsie (Anmerkung der Redaktion: auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannt) und Plazentainsuffizienz während der Schwangerschaft erhöht. Die Fachliteratur empfiehlt bei solchen Krankheiten eine ausreichende Einnahme von Omega-3; etwa 1,5 bis 6 g pro Tag, da besonders die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA nützlich ist.

Einfluss auf die embryonale Entwicklung

Aus DHA und EPA bildet der Körper sogenannte Eicosanoide (Gewebshormone), die eine gerinnungshemmende Wirkung haben und die Gefäße erweitern. Außerdem nehmen sie Einfluss auf die Nervensystem- und Gehirnentwicklung sowie die Neurotransmitterstoffwechsel- und Immunsystemregulation. Die Autoren einer Review-Studie schlussfolgern; Omega-3 unterdrückt die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen, Enzymen und Zytokinen im Körper.

Seefisch und Schwermetallbelastungen

Die Handlungsempfehlung für Ernährung und Bewegung für Schwangere von „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie für Gesundheit“ rät vor allem schwangeren Frauen die Verwendung von Omega-3-Supplementen, um eine Aufnahme von mindestens 200 mg DHA pro Tag zu gewährleisten. Falls der Omega-3-Bedarf zum Teil oder ergänzend durch Meeresfisch gedeckt wird, ist von einem hohen Verzehr von Raubfischarten (zum Beispiel Thunfisch, Schwertfisch), die am Ende der maritimen Nahrungskette stehen und hohe Schadstoffgehalte aufweisen können, aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes abzuraten und sollte demnach vermieden werden.

Wenn ein natürliches Fischöl, das von PCBs und Schwermetallen gereinigt ist konsumiert wird, ist eine Belastung sowohl bei der Mutter als auch bei ihrem Kind kaum vorhanden.

Nach der Geburt

Der Hormonhaushalt der Mutter ändert sich nach der Geburt stark, wodurch unter anderem eine postnatale Depression entstehen kann. Depression und stille Entzündungen im Körper hängen oft zusammen. Forscher fanden heraus; je höher die EPA- und DHA-Spiegel eines an Depression leidenden Menschen sind, desto wahrscheinlicher ist eine Heilung der Depression.

Kind

Besonders nach der Geburt wird das kindliche Gehirn stark weiterentwickelt, wobei Fette unter anderem für die Zellmembranen essenziell sind. Durch die Gabe von Muttermilch, hat die Ernährung der Mutter auch dann noch Einfluss auf das Wachstum und die neurologische Entwicklung des Kindes. Nimmt die Mutter genügend Omega-3 auf, wirkt sich dies positiv auf den Säugling aus, da das Kind die Fette über die Muttermilch aufnimmt.

Fazit

Eine ausreichende Omega-3-Versorgung hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Mutter und ihres Kindes. Studien zeigen, dass durch Omega-3 die Frühgeburtenrate reduziert und das Geburtsgewicht erhöht wird. Zusätzlich wird das zentrale Nervensystem und Gehirn des Kindes gut entwickelt und die kognitiven Fähigkeiten werden langfristig gesteigert.

In der Schwangerschaft empfiehlt sich deswegen eine Omega-3-Einnahme durch ein natürliches Fischöl (Anmerkung der Redaktion: oder veganes Algenöl), um sowohl Mutter als auch Kind gut mit Omega-3 zu versorgen.

 

Annett Schmittendorf ist als Heilpraktikerin und Hebamme in ihrer Praxis in Oldenburg tätig.

http://www.schmittendorf.de/

Mag. rer. nat Julia Tulipan ist studierte Biologin und als Ernährungsexpertin und Personal Trainer tätig.

https://paleolowcarb.de/ueber-mich/

Wenn Sie Interesse an dem Originalartikel „Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft “ haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail post@norsan.de oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen den Artikel gerne zu.

 

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