Rheuma

Rheuma – Omega-6 und Omega-3 in die Waagschale geben

Artikelzusammenfassung

Wie können Omega-3-Fettsäuren bei entzündlichem Rheuma helfen?

In dem Artikel „Rheuma – Omega-6 und Omega-3 in die Waagschale geben“ von Dr. med. Jochen Henn, der im Juli 2015 in der Zeitschrift „Naturheilpraxis“ veröffentlicht wurde, erklärt Dr. med. Henn die Auswirkungen des Omega-6/Omega-3-Verhältnisses auf entzündliche rheumatische Krankheiten und wie sich solche durch eine ausreichende Omega-3-Versorgung erfolgreich behandeln lassen.
Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 regulieren Entzündungsprozesse im Körper und sind demnach wichtig bei entzündlichen rheumatischen Krankheitsbildern. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend, ganz im Gegenteil zu den entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren. Die Expertenmeinungen über das optimale Omega-6/Omega-3-Verhältnis gehen dabei weit auseinander, sie reichen von 2:1 bis hin zu 5:1.
Auf Grund der Omega-6-reichen Pflanzenöle, die vor allem in der Nahrungsmittelindustrie als Tiermastfutter eingesetzt und dann vom Verbraucher konsumiert werden, herrscht ein durchschnittliches Ungleichgewicht von etwa 15:1 (Omega-6/Omega-3) in der Bevölkerung oder gar 25:1 bei Jugendlichen, so Dr. med. Henn. Zudem wird zu wenig Fisch konsumiert, der eine natürliche Omega-3-Fettsäure-Quelle bietet.

Bei chronischer Polyarthritis lassen sich laut Dr. med. Henn Symptome wie Schmerzen, Schwellungen und Gelenksteifigkeit durch die Einnahme der beiden Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA lindern. Das hierfür angestrebte Omega-6/Omega-3-Verhältnis liegt unter 2,5:1. Viele Studien bestätigten den wirkungsvollen therapeutischen Einsatz von Omega-3-Fettsäuren. Beispielsweise wurde in einer Metaanalyse bei 39 % der Verumgruppe die Dosis von NSAR (Schmerzmittel in der Rheumatherapie) um über 30 % gesenkt.

Für Dr. med. Henn hängt die erfolgreiche Nutzung von Omega-3-Fettsäuren in der Therapie von vier Faktoren ab:

1. Therapeutische Dosierung
Bei anfänglichem Omega-3-Defizit ist oft eine zunächst hohe Dosierung von bis zu 4-5 g Omega-3-Fettsäuren täglich notwendig, etwa 20 ml Fischöl. Zum Erhalt der Werte genügt ca. 2 g Omega-3-Fettsäuren am Tag.

2. Natürliches Fischöl nutzen
Um den gleichen Effekt wie bei Fischkonsum zu erreichen, sollte natürliches Fischöl genutzt werden, da dieses einen ähnlichen Fettsäure-Komplex wie Fisch enthält.

3. Nicht monoman oder alternativ
Andere Therapieelemente sollten laut Dr. med. Henn ergänzt werden, beispielsweise geringer Omega-6-Konsum, Fasten, Vitamin D und Bewegung.

4. Messung des individuellen Omega-6/3-Verhältnisses
Für die Diagnose und Kontrolle könnte eine Analyse des Trockenblutes durchgeführt werden, die u.a. das individuelle Omega-6/Omega-3-Verhältnis misst.

Aus Erfahrungswerten von Patienten weiß er, dass die Entstehung rheumatischer Erkrankungen längere Zeit dauert und somit auch in der Behandlung oft positive Effekte erst nach sechs Monaten oder längerer Zeit wahrzunehmen sind.
Leinöl beinhaltet zwar zu mehr als 50 % die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA (Alpha-Linolensäure), allerdings nicht die therapeutisch wichtigen „marinen“ Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Diese können nur in geringen Mengen aus ALA gebildet werden. Für die Regulierung eines Omega-3-EPA- und -DHA-Defizites reicht Leinöl-Konsum nicht aus, erklärt der Internist.

Dr. med. Henn berichtet von drei Praxisbeispielen, in denen er positive Ergebnisse durch die Behandlung mit Omega-3-Fettsäuren erzielen konnte.

1. Praxisfall
Patientin litt unter beidseitiger Gonarthrose, Polyarthrose, chronischem Schmerzsyndrom und Schlafstörungen, Nervosität und psychophysischem Erschöpfungszustand. Der Fettsäurestatus wurde, nach sechs Monaten konsequenter Einnahme von 1 EL San Omega Öl (natürliches Fischöl) täglich, in allen Parametern optimiert. Die Schmerzen konnten erheblich reduziert werden, was zuvor nicht durch NSAR erreicht wurde. Sie fühlte sich zudem ausgeglichener und litt außerdem weniger an Schlafstörungen.

2. Praxisfall
Langjährige Polyarthritis-Patientin, die dauerhaft unter Schmerzen litt und NSAR und Cortison einnehmen musste. Durch eine Ernährungsumstellung mit mehr Gemüse und weniger Wurst und Fleisch, Entsäuerung mit Basentabletten und Infusionen sowie zusätzlicher täglicher Einnahme von 4 g EPA/DHA durch natürliches Fischöl klangen die Schmerzen nach vier Monaten fast komplett ab. Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren konnte auf 2 g pro Tag reduziert werden und es wurden nur noch selten Schmerzmittel benötigt. Der Rheumafaktor sank von 748 IU/ml, BKS 55 mm/h auf 521 IU/ml, BKS 21 mm/h.

3. Praxisfall
Die 52-jährige litt jahrelang an rezidivierenden Infekten der oberen Atemwege sowie rezidivierenden Nierenbeckenentzündungen und rheumatoider Arthritis mit regelmäßigen Rheumaschüben im Frühjahr, wobei sie bei Bedarf Cortison und NSAR einnahm und der Vitamin-D-Spiegel und Omega-3-Fettsäure-Haushalt optimiert wurden. Nach drei Monaten täglicher Einnahme von 4 g EPA/DHA und anschließend 2 g Omega-3-Fettsäuren pro Tag, bekam sie keine erneuten Rheumaschübe mehr, sie hatte ein subjektives Wohlbefinden und es kam zu keinen Infekten des Bronchial- und Urogenitalsystems.

Dr. med. Jochen Henn ist praktizierender Internist und Experte für Biologische Medizin in einer Gemeinschaftspraxis am Tegernsee.

Wenn Sie Interesse an dem Originalartikel „Rheuma – Omega-6 und Omega-3 in die Waagschale geben“ haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail post@norsan.de oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen den Artikel gerne zu.

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