Depression und Nährstoffe wie Omega-3 und Vitamin D

Nährstoffe wie Omega-3 und Vitamin D bei Depression

In dem Artikel „Depression und Nährstoffe“, der im Januar 2016 auf dem Blog von Dr. med. Volker Schmiedel erschienen ist, geht es um die Frage, ob Nährstoffe wie Omega-3 und Vitamin D eine positive Wirkung auf schlechte Laune und Depression haben.

Artikelzusammenfassung

Fakten über Depression

  • jeder zweite Deutsche durchläuft in seinem Leben mindestens eine depressive Phase
  • jeder Zehnte erleidet im Jahr eine depressive Phase
  • jede fünfte depressive Phase führt zu einer chronischen Depression
  • jeder Dritte dessen depressive Episode nicht chronisch wird, leidet innerhalb von zwei Jahren an einem Rückfall

Die Erkrankungszahlen von Depression steigen weiterhin kontinuierlich an.

 

Können Omega-3-Fettsäuren bei Depression helfen?

Viele Studien bejahen diese Frage aufgrund ihrer eindeutigen Ergebnisse:

  1. Eine Übersichtsarbeit zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen hohem Fischkonsum und weniger Depression sowie Ängstlichkeit auf.
  2. Eine kontrollierte, randomisierte und doppelblinde Interventionsstudie mit Patienten, bei denen Depression diagnostiziert wurde ergab, dass Fischöl die Wirkung des Antidepressivums Citalopram bereits nach vier Wochen deutlich unterstützt.

Aber auch die alleinige Einnahme von Fischöl kann ohne Antidepressiva gegen Depressionen helfen, wie die folgende Studie zeigte:

  1. Die Studie wurde an als therapieresistent geltenden Patienten durchgeführt. D.h. die Patienten sprachen zuvor nicht auf eine medikamentöse Therapie an. Die Probanden bekamen während der Studie täglich 3 g Omega-3 (entspricht etwa 1,5 EL Fischöl / 1,5 TL Algenöl – Verlinkung) wodurch sich ihre Depressionswerte innerhalb von vier Wochen normalisierten.

Omega-3-Fettsäuren können also laut der Studien einen positiven Einfluss auf Depressionen haben. Bei Erkrankungen mit einem wahrscheinlichem bzw. nachgewiesenem Effekt von Omega-3 (z.B. bei Herzrhythmusstörungen, Rheuma und auch Depression), verordnet Dr. Schmiedel seinen Patienten ergänzend zu der konventionellen Therapie ein qualitativ hochwertiges Fischöl mit einem reinen Omega-3 Anteil von ca. 2 g pro Tagesdosis.

 

Kann Vitamin D ebenfalls gegen Depression helfen?

Schon länger ist eine bestehende Beziehung zwischen Depression und Arteriosklerose (die sogenannte „Arterienverkalkung“) bekannt.

Eine Studie ergab, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel zu einem höheren Risiko für die Entwicklung einer neuen Depression führt. (Anmerkung der Redaktion: Vitamin D wird vom Körper selbst aus Sonnenlicht gebildet. Genügend Vitamin D aus Sonnenlicht zu bilden, ist in unseren Breitengraden und insbesondere im Winter aber kaum möglich. Eine ausreichende Versorgung ist jedoch lebensnotwendig, da Vitamin D an sehr vielen Regulierungsprozessen im Körper beteiligt ist.)

Eine weitere Interventionsstudie (experimentelle Studie) untersuchte bei 441 depressiven Patienten den Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Depressivität und dem Vitamin D-Spiegel. Hatten die Probanden einen Vitamin D-Spiegel von über 75 nmol/l, war der Beck-Depressions-Score (also das Ausmaß der Depression) geringer als bei einem Vitamin D-Spiegel, der unter 75 nmol/l lag. Durch anschließende wöchentliche Gabe von 20.000 bzw. 40.000 IE verbesserte sich der Depressions-Score weiterhin gegenüber keiner Vitamin D-Einnahme.

 

Praxis-Beispiel einer 51-jährigen depressiven Patientin

Seit mehreren Jahren litt Ute G. unter Depression und wurde im Rahmen einer Psychotherapie bereits medikamentös behandelt. Sie war mit ihrer Citalopram-Therapie aber nicht zufrieden, weil sie sich immer noch depressiv fühlte. Aufgrund der Nebenwirkungen wollte sie die Dosis jedoch nicht steigern.

Dr. Schmiedel führte eine ausführliche Nährstoffdiagnostik durch und stellte Mängel an Kalium, Magnesium, Vitamin B6, Zink und Vitamin D fest. Nach individuell angepasster Substitution dieser Nährstoffe gab Ute G. eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden an und nahm das Citalopram nur noch alle zwei Tage ein.

Nach zwei Jahren wollte die Patientin das Medikament vollkommen absetzen, da es ihr subjektiv gut erging. Ihre Stimmung und der Schlaf blieben nach dem Absetzen weiterhin gut, jedoch fühlte sie sich unruhig. Daraufhin empfahl ihr der Arzt 1 EL Fischöl täglich einzunehmen, da Omega-3 auf das vegetative Nervensystem wirkt. Die Patientin gab eine subjektive Besserung nach einigen Monaten an, aber empfand den Effekt noch nicht als ideal. Daraufhin veranlasste der Arzt eine Fettsäure-Analyse.

Ihr individuelles Omega-6/3-Verhältnis lag bei 5,95 (überdurchschnittlich gut im Vergleich zur Normalbevölkerung, aber zu hoch im Vergleich zum Optimalwert von 2,5). Empfohlen wurde eine Erhöhung der Dosis um 1 EL und zusätzlich mehr Konsum von fettem Kaltwasserfisch.

Bei der Abschlusskontrolle befanden sich alle Vitalstoffe, die vorher mangelhaft waren, im Idealbereich. Auch das Omega-6/3-Verhältnis war mit 3,29 nahezu optimal. Zudem fühlte sich Ute G. seit einigen Monaten so gut, wie sie sich die letzten zehn Jahre nicht mehr gefühlt hatte.

 

Fazit

Durch eine angepasste Nährstoffbehandlung können unter Umständen viele Depressionen vermieden werden und gemeinsam mit Psychopharmaka eine schnellere psychische Stabilität erreicht und erhalten werden. Insbesondere Omega-3 und Vitamin D können aufgrund ihrer positiven Wirkungen auf den Körper eine Depressions-Therapie bedeutsam und erfolgreich unterstützen. Unter Umständen kann auch die alleinige Einnahme von Omega-3 bei Depression helfen.

Verringerungen oder Absetzung von Psychopharmaka sollten allerdings unbedingt mit dem behandelnden Psychotherapeuten abgestimmt werden.

 

Dr. med. Volker Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz.

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: https://www.dr-schmiedel.de/depression-nahrstoffe/

Omega-3 Öle von NORSAN

Reich an EPA und DHA

NORSAN Omega-3 Total Zitrone

Natürliches Fischöl aus nachhaltigem Wildfang mit 2.000 mg Omega-3 pro Tagesdosis (1 Esslöffel).

NORSAN Omega-3 Vegan

Pflanzliches Algenöl aus nachhaltiger Kultivierung mit 2.000 mg Omega-3 pro Tagesdosis (1 Teelöffel).

, ,

Related Posts

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fill out this field
Fill out this field
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
X

Wir verwenden Website-Cookies, um Ihnen eine bessere Benutzererfahrung zu bieten. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Lesen Sie hier mehr über unsere Datenschutzbestimmung.