Mit Omega-3-Fettsäuren stillen Entzündungen vorbeugen

Fachartikel von Dr. med. Volker Schmiedel – Zusammenfassung

Durch die Einnahme von Omega-3 können stille Entzündungen vermindert werden

In dem Artikel „Schwelbrand im Körper“ von Dr. med. Volker Schmiedel, welcher 2017 in der Zeitschrift „Deutsche Heilpraktiker“ erschienen ist, geht es um stille Entzündungen als Risikofaktor für die Entstehung vieler Zivilisationskrankheiten und wie diese Gefahr mit Hilfe von Omega-3 minimiert werden kann.

Was sind stille Entzündungen?

Eine klassische Entzündung äußert sich durch die typischen Entzündungssymptome wie Schmerzen, Schwellungen, Rötungen, Wärme oder Funktionseinschränkungen.

Stille Entzündungen können die Folge einer nicht vollständig ausgeheilten symptomatischen Entzündung oder die Vorstufe zu einer solchen sein. Da stille Entzündungen symptomlos verlaufen, werden sie oft erst viel zu spät oder gar nicht erkannt und infolgedessen auch nicht behandelt. Dies kann ernsthafte Erkrankungen zur Folge haben.

Folgen von stillen Entzündungen

Eine Vielzahl der gegenwärtigen Zivilisationserkrankungen wird durch stille Entzündungen gefördert. Zu diesen gehören:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Krebs
  • Demenz
  • Diabetes Mellitus
  • Allergien
  • Psychische Krankheiten wie Psychosen, Depressionen oder ADS / ADHS
  • Arteriosklerose
  • Chronische Schmerzen
  • Nicht-alkoholische Fettleber
  • COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)
  • Vorzeitige Degeneration und Alterung

Durch eine rechtzeitige Identifizierung und Behandlung der möglichen Ursachen für stille Entzündungen kann der Ausbruch dieser Erkrankungen im Idealfall verhindert werden und dem Betroffenen daher viele Strapazen erspart bleiben.

Ursachen von stillen Entzündungen

Als eine der Hauptursachen für die Entstehung stiller Entzündungen wird ein verhältnismäßig hoher Verzehr an Omega-6-Fettsäuren gesehen. Diese begünstigen die Entstehung von Entzündungen und sind vor allem in Fleisch, Wurst und Milchprodukten enthalten. Nicht selten geht damit auch ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren einher, welche für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind. Je höher dabei das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, desto höher ist die Entzündungsneigung des Körpers.

Übergewicht stellt eine weitere Hauptursache für stille Entzündungen dar. Denn Fettgewebe ist nicht nur ein Energiespeicher, sondern auch eine stark aktive Drüse. Sie produziert Hormone und setzt Entzündungsbotenstoffe frei, welche ebenfalls die Entstehung von Entzündungen begünstigen.

Das Risiko für Diabetes oder einen Herzinfarkt als Folge stiller Entzündungen ist bei Patienten mit Übergewicht besonders hoch. Dies konnte im Rahmen einer Studie mit 262 Patienten mit metabolischem Syndrom, die in vier verschiedene BMI-Klassen eingeteilt wurden, nachgewiesen werden. Der BMI stand dabei in positiver Korrelation mit den Entzündungsmarkern IL-6 und CRP. Besonders gefährlich ist vor allem das Fett an Bauch und Eingeweiden, das auch als viszerales Bauchfett bezeichnet wird. Vermehrtes Fettgewebe an den Hüften ist hingegen weniger schädlich.

Als entzündungsfördernd gelten jedoch auch Anorexie, Bulimie oder Kachexie. Betroffen sind des Weiteren auch Personen, die eine Operation oder ein physisches bzw. psychisches Trauma durchlebt haben.

Diagnostische Feststellung von stillen Entzündungen

Blutuntersuchung – Entzündungsmarker

Ob eine Person verstärkt zu stillen Entzündungen neigt, lässt sich anhand der Entzündungsmarker im Blut auf relativ einfache Weise herausfinden. Leider wird diesen frühen Hinweisen von den Ärzten häufig wenig Beachtung beschenkt. Ernstzunehmende Anzeichen für eine stille Entzündung können eine Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) von mindestens 10 mm / h oder ein CRP-Wert über 1 mg / dl (in der Schulmedizin liegt dieser Wert bei 5 mg / dl) sein.

Blutuntersuchung – AA/EPA-Quotient

Eine weitere diagnostische Möglichkeit zur Feststellung von stillen Entzündungen ist die Fettsäure-Analyse. Bei dieser werden sowohl die Anteile von Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren im Blut bestimmt, als auch die Menge an gesättigten und Trans-Fettsäuren.

Zusätzlich wird auch der AA/EPA-Quotient ermittelt. Hierbei handelt es sich um das Verhältnis von der wichtigsten entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäure „AA“ (Arachidonsäure) zu der wichtigsten entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäure „EPA“ (Eicosapentaensäure). Je höher das Verhältnis von AA zu EPA ist, desto größer ist die Gefahr für die Entwicklung einer stillen Entzündung. Dabei ist zu beachten, dass der AA/EPA-Quotient vorliegende Entzündungen nicht direkt anzeigt, sondern vielmehr ein Marker für die individuelle Entzündungsneigung einer Person darstellt.

Wie sieht ein idealer bzw. „normaler“ AA/EPA-Quotient aus?

Ein optimales Verhältnis von AA zu EPA liegt bei einem Quotienten von 2,5 und weniger vor. Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass ein solcher Wert vor 200 Jahren beim Großteil der Bevölkerung vorlag. Bei den Menschen aus der Steinzeit oder bei den sich auch heute noch traditionell ernährenden Inuit soll der Quotienten sogar unter 1 gelegen haben bzw. noch immer liegen. Aus diesem Grund sind Herzinfarkte und Rheuma bei den Inuit nahezu unbekannt.

Der durchschnittliche AA/EPA-Quotient bei den 40-80-jährigen Patienten von Dr. med. Volker Schmiedel liegt bei 10-15. Jugendliche erreichen häufig sogar Werte weit über 30. Da mit einem erhöhten AA/EPA-Quotienten zugleich das Risiko für stille sowie symptomatische Entzündungen ansteigt, sind diese Durchschnittswerte keinesfalls als ideal zu bewerten.

Prävention und Therapie von stillen Entzündungen

Um die Entzündungsmarker zu senken und sich nicht nur vor stillen, sondern auch symptomatischen Entzündungen zu schützen, ist eine Verminderung des Körpergewichtes sowie regelmäßige körperliche Bewegung hilfreich. So kann durch die Reduktion von Übergewicht nachweislich das Risiko für die Entstehung von Diabetes, Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen gesenkt werden.

Ein weiteres wirksames Mittel gegen stille Entzündungen sind die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA aus Fischen und Algen. Voraussetzung für eine optimale Schutzwirkung ist allerdings die richtige Dosierung. Um den AA/EPA-Quotienten zuverlässig zu steuern, empfiehlt sich eine Blutuntersuchung (Fettsäure-Analyse) vor Beginn der Therapie und einer Kontrolluntersuchung nach den ersten drei Therapiemonaten. Für die Prävention stiller Entzündungen sollte ein Quotient von 5 anvisiert werden. Liegt bereits eine Erkrankung vor, ist ein Wert von unter 2,5 notwendig.

Aufgrund der starken Belastung durch Schwermetalle kann ein übermäßiger Konsum von Fisch eine toxische Wirkung haben. Fischöl-Präparate, die sorgfältig von Schadstoffen gereinigt wurden, gelten hingegen als toxikologisch unbedenklich.

Ist eine anfängliche Blutuntersuchung sowie die anschließende Kontrolle nicht möglich, kann man sich an folgendem Richtwert orientieren: pro Tag sollten mindestens 2g Omega-3 eingenommen werden. Dies entspricht 1 Esslöffel Fischöl (Anmerkung der Redaktion: oder alternativ 1 Teelöffel Algenöl) oder 15 herkömmlichen Fischöl-Kapseln.

Schlussfolgerungen

Auch wenn stille Entzündungen weder brennen, noch anderweitige Schmerzen verursachen, stellen sie eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit dar und sollten daher keinesfalls unterschätzt werden. Durch eine hinreichende Versorgung mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren kann der AA/EPA-Quotient gesenkt und somit folgenschwere Gesundheitsrisiken vermieden.

 

Dr. med. Volker Schmiedel ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin und arbeitet im Ambulatorium Paramed in der Schweiz.

Die Zusammenfassung seines Original-Artikels können Sie hier nachlesen: https://www.dr-schmiedel.de/omega-3-stille-entzundungen/

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